17. März 2015 - Statistik der AOK: Die Krankmeldungen wegen Burnouts sind seit 2005 um das 13-fache gestiegen. Viele arbeiten zu viel. Jeder Vierte macht keine Pausen. Jeder Achte geht auch krank zur Arbeit – die Zahlen der Bertelsmann-Studie sind alarmierend, aber das Phänomen ist nicht neu. Schon vor vier Jahren hat der Unternehmensberater Norbert Hüge einen eigenen Verband fürs Thema Stress gegründet. Seitdem ist er der Bundesvorsitzende des „Deutschen Bundesverbandes für Burnout-Prophylaxe und Prävention e.V.“. „Das Problem nimmt in Deutschland immer noch zu“, sagt er. Und das, obwohl man längst wisse, dass zu viel Stress krank macht und Fehlzeiten produziert. Das untermauert auch die Statistik der AOK, mit 2,5 Millionen Versicherten die größte Krankenkasse im Rheinland: Die Krankmeldungen wegen Burnouts sind seit 2005 um das 13-fache gestiegen.

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14. März 2015. Zur Einstimmung verteilte die Psychologin und Mediatorin Maria Hof-Glatz aus Sigmaringen im Vortragsraum der Fachklinik Höchsten zunächst drei Rosinen – mit der Aufforderung, diese exakt fünf Minuten lang zu kauen. Mit dieser Übung zur Achtsamkeit sollte es den knapp zwanzig Besuchern erleichtert werden, im „Hier und Jetzt“ anzukommen. Den Rückmeldungen zufolge fiel das den Meisten nicht schwer. Anschließend blickte die Referentin in der Menschheitsgeschichte weit zurück: Die vorindustrielle Ära sei für die Menschen zwar körperlich sehr belastend gewesen, die work-life-balance jedoch habe gestimmt. Mit dem Rückgang des selbstbestimmten Arbeitens im Zuge der Industrialisierung seien die seelischen Belastungen stetig gewachsen.

In der heutigen Zeit seien zusätzliche Belastungsfaktoren hinzu gekommen, wie etwa die rasante Wissensvermehrung. Alle drei Minuten würden neue physikalische Zusammenhänge erkannt, alle fünf Minuten gebe es neue medizinische Erkenntnisse. Ein weiterer Belastungsfaktor sei der demografische Wandel. Der mache sich in der Arbeitswelt schon jetzt bemerkbar. Fallen Fachkräfte aus, würde die Arbeit auf die anderen Mitarbeiter verteilt.

„Bis 2050 wird es in Baden-Württemberg rund eine Million weniger Menschen geben“, sagte Hof-Glatz. Sie erläuterte den Unterschied zwischen positivem Stress, auch Eustress genannt, und dem Distress. Dieser wiederum wirke langfristig schädigend auf Körper und Seele. An modernen Arbeitsplätzen würden vielfach Distress-Elemente vorherrschen, etwa durch eine ständige Erreichbarkeit und ein permanent hohes Maß an Reizüberflutungen. Fehlt es dort zusätzlich an Möglichkeiten der Einflussnahme, Kollegialität, Sinnhaftigkeit oder Transparenz, ist der Weg zum Burnout oder anderen Beschwerden und Krankheitsbildern nicht weit.

Vorgesetzte in der Verantwortung

„Menschen mit einer ängstlich-pessimistischen Grundhaltung und einem schwachen Selbstwert sind besonders gefährdet“, so die Referentin. Als Gegenmaßnahme einmal im Jahr Urlaub zu machen, wäre wenig wirkungsvoll. Weit wichtiger sei es, wenn der Mitarbeiter einen Sinn in seiner Arbeit erkennen könne. Aber auch dem Vorgesetzten komme eine bedeutende Rolle zu. „Er sollte seine Mitarbeiter in einem angstfreien Klima motivieren können und ihnen Würde und Respekt entgegen bringen“.

Darüber hinaus sei es wichtig, sich selbst gegenüber achtsam zu sein, täglich Atemübungen zu machen, viel zu schlafen, sich gesund zu ernähren und ausreichend Zeit für Sport und andere Hobbys einzuplanen. Auch sollten die „Antreiber“ überdacht und die „Stressoren“ erkannt werden. Muss immer alles perfekt sein? Muss ich immer stark sein und es allen recht machen? „Ein egoistisches Nein ist ein herzhaftes Ja zu sich selbst“, sagte Hof-Glatz und gab zu bedenken, dass sich nur dann etwas ändert, wenn „ich mich selbst ändere“. Erfolg habe im Grunde drei Buchstaben: Tun! Möglichst zeitnah.

Quelle:
http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Sinn-in-der-Arbeit-schuetzt-vor-Burnout-_arid,10193884_toid,19.html

5. März 2015 – Die Deutschen überschätzen laut einer vom kanadischen Lebensversicherer Canada Life vorgelegten Studie beispielsweise das Risiko, Opfer eines Terroranschlags zu werden. Gleichzeitig unterschätzen sie, was ihnen durch eine ungesunde Lebensführung droht. Daraus ergeben sich nicht zuletzt beim Versicherungseinkauf Fehler. Die Bundesbürger sehen sich jedoch auch mit Risiken und Nebenwirkungen konfrontiert, die für sie wirklich kaum mehr kalkulierbar sind.

Kein Mensch braucht – unter anderem – eine Brillenversicherung. So deutlich sagte es Bernhard Rapp, der stellvertretende Chef der Canada Life Assurance Europe Limited, Niederlassung für Deutschland zwar nicht, als sein Haus kürzlich eine Studie zur „Risikoeinschätzung der Deutschen“ vorstellte, aber er gemeint hat es wohl durchaus so.

Und damit liegt er ja auch goldrichtig. Und das nicht nur deshalb, weil die Canada Life als Lebensversicherer solche Policen ohnehin nicht anbietet.

Apollo, Fielmann & Co. als Versicherungs-Alternative

Schließlich gibt es, wenn die Brille zerdeppert wurde, bei Apollo, Fielmann & Co. relativ preiswerten Ersatz. Ärgerlich ist es – falls nicht ohnehin gerade ein kleiner Versicherungsbetrug geplant war – daher zwar schon, wenn so ein Malheur passiert. Aber es entsteht dadurch kaum ein existenzielles Risiko, zu dessen Beherrschung zwingend der Schutz eines Kollektivs gebraucht wird.

Das stellt sich ganz anders dar, wenn durch eine Krankheit oder einen Unfall die eigene Arbeitskraft verloren geht, stellt Rapp fest. Und auch damit hat er Recht.

Wo es wirklich „brennt“

Denn der väterliche Staat als schützendes Kollektiv hat sich dieses Risiko selbst bei allen abhängig Beschäftigten in den ersten fünf Berufsjahren schon immer komplett vom Halse gehalten. Und auch nach dieser Wartezeit zeigt er sich in der gesetzlichen Sozialversicherung bekanntlich nun schon seit Jahren wenig fürsorglich, wenn einem seiner Bürger solch ein Schicksal widerfährt.

Hier bestünde daher, was den eigenverantwortlichen Einkauf von Versicherungsschutz betrifft, offensichtlich dringender Handlungsbedarf für jeden Einzelnen, sagt – auch, aber keineswegs nur er – der Canada Life-Manager. Und hat wohl schon wieder Recht.


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http://www.versicherungsjournal.de/vertrieb-und-marketing/die-deutschen-sind-falsch-informiert-in-vielerlei-hinsicht-121701.php?vc=rss_artikel&vk=121701

2. März 2015 - „Das Thema wird tabuisiert, als ob es ansteckend wäre!“ Es geht um das „Burnout“, zu dem die dvb deutsche-versicherungsboerse.de als erste eine umfassende Studie in der Versicherungs-Branche präsentiert. Es trifft alle – mehr oder weniger und kostet die Assekuranz Millionen.
Die dvb deutsche-versicherungsboerse.de (www.deutsche-versicherungsboerse.de) befragte Mitarbeiter in der Versicherungs-Branche zum Thema „Burnout“. Mit erschreckendem Ergebnis. Der Anteil der Personen, die sich durch die tägliche Arbeit nur mäßig belastet fühlen, liegt bei allen Gruppen unter 15 Prozent. „Folglich sind im Prinzip fast alle Umfrageteilnehmer zu einem gewissen Grad merklich belastet“, sagt dvb-Geschäftsführer Friedel Rohde. „Das Thema wird tabuisiert, als ob es ansteckend wäre!“ Mehr als 800 Personen beantworteten die Fragen der dvb zum Thema Burnout. Die meisten berichteten von diversen Fällen in ihrem Umfeld, stellten dabei aber auch teilweise fest, dass das Thema bei den Unternehmen wenig Beachtung findet.

„An erster Stelle wird der hohe Termin- und Leistungsdruck benannt“, berichtet Friedel Rohde – und: „Weiterhin führen die Teilnehmer zu große Arbeitsmengen, uneffektive Besprechungen, hohes Arbeitstempo, hohe Verantwortung und eine geringe Planbarkeit der Arbeit als Grund ihrer Überlastung an.“

50 Prozent der Befragten fühlen sich sehr stark belastet
Bei Fragen zu belastenden Umständen am Arbeitsplatz, fühlten sich laut Studien-Ergebnis fast 50 Prozent der Befragten von Unterbrechungen, Störungen und Ablenkungen stark bis sehr stark belastet. Etwa 40 Prozent gaben an, dass Bewegungsmangel ein großes bis sehr großes Problem darstellt.

Ein weiteres Problem sei die Kommunikation innerhalb der Teams, heißt es. Nur 40 Prozent der Befragten gaben an, dass der Informationsfluss einwandfrei funktioniere und es einen „Flurfunk“ nicht gebe.

Auch wenn manche Kommentare zu den Vorgesetzen sehr harsch ausfallen („Lusche, der einen gern in schwierigen Situationen allein lässt und sich beim Lobabholen gern vordrängelt...“), äußerten viele, dass sie ein gewisses Vertrauen zu ihren Vorgesetzten haben. „Ich habe das Gefühl, mein Vorgesetzter vertraut mir.“ und „Ich schätze und respektiere meinen direkten Vorgesetzten.“ stimmten circa 60 Prozent der Befragten mit „oft“ und „nahezu immer“ zu.

„Die subjektive Einschätzung verschiedener Situationen ist bei den Führungskräften und den Sachbearbeitern teilweise sehr unterschiedlich. So gehen beispielsweise die Führungskräfte davon aus, dass sich 60 Prozent der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizieren, die Teilnehmer ohne Leitungsfunktionen sehen das nur zu 40 Prozent“ sagt Friedel Rohde (Foto: deutsche-versicherungsboerse). Ansätze zu Verbesserung der Situation sehen demnach die meisten Befragten hauptsächlich in den Bereichen „Mehr Anerkennung und Wertschätzung“ sowie „Bessere Kommunikation untereinander“.

Am Ende der Umfrage konnten die Teilnehmer freiwillig einen anonymisierten Selbsttest durchführen. „Es zeigt sich, dass eine hohe Anzahl Personen sehr gefährdet ist“, kommentiert Rohde und betont: „Wenn mehr als 50 Prozent der befragten Personen angeben, dass sie Kleinigkeiten schnell auf die Palme bringen, die körperliche Fitness deutlich gelitten hat und dass nach der Arbeit kaum noch Energie für Freizeitaktivitäten, für die Familie oder für Freunde ist“, ist Gefahr im Verzug.“

Betriebswirtschaftlicher Schaden durch Burnout bei Versicherungsunternehmen
 Im Rahmen der Studie zeigt die dvb in einem Exkurs auf, wie der betriebswirtschaftliche Schaden durch Burnout bei Versicherungsunternehmen schnell in Millionen-Euro-Summen gehen kann. Unter Bezugnahme auf die Webseite des BVBH e.V. wird dargestellt, dass bei einem Beispielsunternehmen mit nur zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 1.000.000 Euro der gesamtwirtschaftliche Schaden für das Unternehmen in Höhe von 129.413 Euro errechnet wird.

„Bemerkenswert sind die zum Schluss der Umfrage abgefragten Bemerkungen zum Thema Burnout. Die Teilnehmer berichten von ihren eigenen persönlichen Erfahrungen sowie ihren Erfahrungen aus dem beruflichen Umfeld“, resümiert Friedel Rohde.

Mehrfach wird den dvb-Angaben zufolge die Verstärkung durch weitere Mitarbeiter angemahnt. Befragte berichten auch vom „Wegschauen auf den Führungsebenen“. Rohde führt dazu einen Kommentar an: „Es gibt unter den Kollegen so viele Anzeichen dafür, was auch den Führungskräften bekannt ist. Dennoch wird einfach weggeschaut und nicht nach gemeinsamen Lösungen gesucht. Man fühlt sich damit einfach alleine gelassen.“

Studie auf der Webseite der dvb
 Die Studie kann auf der Webseite der dvb sowohl von Unternehmen (unternehmensweite Lizenz für 480 Euro zuzüglich USt.) als auch von Privatpersonen (8,90 Euro inklusive USt.) gekauft werden. Für die unterschiedlichen Preise gibt es laut Rohde einen Grund: „Üblicherweise verkaufen wir unsere Studien nur an die Unternehmen. In dem Fall haben wir uns aber entschlossen, sie auch Privatpersonen zu einem schmerzfreien Preis ausschließlich auf unserer Webseite zugänglich zu machen, damit die Mitarbeiter in den Unternehmen sehen können, dass sie nicht alleine sind.“

Quelle: (-el / www.bocquel-news.de)

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