(15. September 2017) Eine schwere Krankheit oder der Tod eines nahen Angehörigen – eine Krise beeinflusst die Berufstätigkeit der betroffenen Menschen erheblich. So fühlt sich jeder zweite Betroffene in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt oder geht krank zur Arbeit, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in einer repräsentativen Befragung von 2.000 Beschäftigten herausgefunden hat. "Etwa die Hälfte der Erwerbstätigen war in den letzten fünf Jahren von einem kritischen Lebensereignis betroffen. Die Folgen sind für Beschäftigte und Arbeitgeber gravierend", so Helmut Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Die AOK unterstützt hier mit ihren Angeboten im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. "Doch Prävention findet nicht nur am Arbeitsplatz statt, sondern geht alle an", betont Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. "Das muss auch im Präventionsgesetz noch klarer definiert werden. Vor allem die Kommunen müssen stärker in die Pflicht genommen werden."

Laut einer aktuellen Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) kommen bei den 2.000 befragten Beschäftigten am häufigsten Konflikte im privaten Umfeld (16 Prozent), eine schwere Erkrankung von Angehörigen (zwölf Prozent) und finanzielle Probleme (elf Prozent) vor. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Betroffenen an: Etwas mehr als ein Drittel der Beschäftigten unter Dreißig (37,6 Prozent) berichtet über kritische Lebensereignisse, bei den 50- bis 65-Jährigen sind dies schon fast zwei Drittel (64,7 Prozent). Jüngere Erwerbstätige berichten neben privaten Konflikten auch über finanzielle oder soziale Probleme, während bei älteren Erwerbstätigen Krankheit, Altern oder der Tod des Partners eine größere Rolle spielen.

Diese kritischen Lebensereignisse belasten die Gesundheit der Betroffenen und beeinflussen auch die Berufstätigkeit. So berichten 58,7 Prozent von körperlichen und 79 Prozent von psychischen Problemen. In der Folge fühlten sich mehr als die Hälfte der Befragten durch die Krise in der eigenen Leistungsfähigkeit in ihrem Berufsleben eingeschränkt (53,4 Prozent). Ähnlich viele Menschen geben an, trotz einer Erkrankung in diesem Kontext zur Arbeit gegangen zu sein (48,8 Prozent). Mehr als ein Drittel fühlte sich aufgrund des kritischen Lebensereignisses unzufrieden mit der Arbeit (37,3 Prozent) oder hat sich häufiger krank gemeldet (34,1 Prozent).

Quelle: http://www.aok-bv.de

(12. September 2017) Wie können wir das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) in unserem Betrieb umsetzen? Viele kleine und mittlere Unternehmen stehen vor dieser Frage und müssen Lösungen entwickeln. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (e. V.) unterstützt diese Unternehmen mit einer kostenlosen Praxisbroschüre. Diese steht auf der Website des Instituts zum Download zur Verfügung.

Der Gesetzgeber nennt zur Ausgestaltung nur wenige konkrete Anforderungen. „So stehen Unternehmen vor der Herausforderung diesen Freiraum rechtskonform und mit meist begrenzten Ressourcen bestmöglich auszugestalten, sodass sich positive Effekte ergeben, “ so Anna Peck, wissenschaftliche Expertin des ifaa.

Das ifaa hat eine Broschüre entwickelt, die Geschäftsleitungen oder Personalleitungen dabei unterstützt, Potenziale wie zum Beispiel eine gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung für ihr Unternehmen zu erkennen und mit Hilfe von praktischen Handlungsempfehlungen umzusetzen.

In der Broschüre finden sich neben ausführlichen Hintergrundinformationen zum Nutzen eines BEM auch Fälle aus der Unternehmenspraxis sowie verschiedene Arbeitshilfen. Dies sind beispielsweise Vorlagen für eine Einladung zum Gespräch mit dem Mitarbeiter, eine Checkliste für den Arbeitgeber zur Vorbereitung des Gesprächs oder auch ein Maßnahmenplan.
 
https://www.arbeitswissenschaft.net/downloads/handlungshilfen/


(01. September 2017) Immer erreichbar sein, von Termin zu Termin eilen und Kariere, Familie und Freizeit unter einen Hut bringen…Stress gehört heutzutage zum Alltag dazu. Wie wir lernen, besser mit ihm umzugehen, zeigt uns Ute Jünemann-Bauer in „Kraftvoll im (Berufs-)Alltag“.

Als ehemalige Finanzexpertin weiß die Autorin, welche Anforderungen die heutige Arbeitswelt mit sich bringt, und hat für sich die heilsame Wirkung von Tai Chi und Qi Gong in Stresssituationen entdeckt. Durch ihre Seminare und Trainings für Angestellte und Führungskräfte hilft sie zahlreichen Firmen bei der Stressbewältigung und Burnoutprophylaxe. Nun gibt sie ihr Wissen auch in einem Buch weiter.

Durch die darin beschriebenen Übungen kann man dem Stress entgegenwirken und entspannter leben und arbeiten. Auch für diejenigen, die nur wenig Zeit haben, sind die Übungen genau das Richtige, denn sie lassen sich wunderbar in unseren trubeligen Alltag einbauen: Schon 15 Minuten täglich können einiges bewirken. Es helfen beispielsweise ein paar Minuten am Morgen, mit mehr Gelassenheit in den Tag zu starten oder das Abschalten und Entspannen nach einem harten Arbeitstag zu vereinfachen. Jede Übung ist detailreich bebildert und einige können dank QR-Code auch als Video angesehen werden. So kann sich jeder für die Herausforderungen des beruflichen Alltags stärken!


Verlag: Landwirtschaftsvlg Münster
Einband: Gebunden
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3784355110
ISBN-13: 9783784355115
Umfang: 120 Seiten
Erscheinungstermin: 04. Oktober 2017

Cover Wertschätzung(03. Juli 2017) Seit Jahren zeigt sich das gleiche Bild: Die Mehrheit der Arbeitnehmer leistet lediglich „Dienst nach Vorschrift“. Verantwortlich dafür sind u.a. eine zu geringe Einbindung der Mitarbeiter, vor allem aber mangelnde oder falsch verstandene Ansätze wertschätzender Führungspraktiken.

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