(30. Dezember 2014) Die Basisrente wird ab Januar 2015 attraktiver. Der bisherige Förderrahmen wird aufgestockt und zukünftig dynamisiert. Einer entsprechenden Gesetzesänderung hat der Bundesrat am vergangenen Freitag zugestimmt.

Die Fördergrenzen waren seit der Einführung der Basisrente im Jahr 2005 unverändert geblieben. Das jetzt verabschiedete „Zollkodexanpassungsgesetz“ sieht vor, das der förderfähige Höchstbetrag für Beiträge zu einer Basisversorgung künftig dynamisch an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung (West) gekoppelt wird.

Bislang durften Bürger höchstens 20.000 Euro als Altersvorsorgeaufwand von der Steuer absetzen. Künftig gilt der – jährlich angepasste – Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung (West) als Obergrenze. „Wir begrüßen die gesetzliche Neuregelung ausdrücklich: Die Dynamisierung der steuerlichen Förderung stärkt die Attraktivität der Basisrente nachhaltig. Künftig können Bürger mit steigendem Einkommen ihre Beiträge zur Altersvorsorge anpassen und Rentenlücken im Alter besser als bisher vermeiden“, sagt Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Was ändert sich 2015 genau?

Für 2015 können maximal 22.172 Euro als Beitrag für eine Basisrente von der Steuer abgesetzt werden. Dieser Wert errechnet sich aus dem geltenden Beitragssatz von 24,8 Prozent (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) sowie der Beitragsbemessungsgrenze von 89.400 Euro in der knappschaftlichen Rentenversicherung in Westdeutschland. Unter diesen Höchstbetrag fallen auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Zudem können ab 2015 wie bereits bei der Riester-Rente auch bei der Basisrente zwölf Monatsleistungen in einer Auszahlung zusammengefasst werden. Ferner wird die bei der Basisrente bisher schon mögliche Einmalabfindung von Kleinbetragsrenten gesetzlich klar geregelt.

Wie fördert der Staat die Basis-Rente?

Der Staat fördert die Basisrente ausschließlich über die steuerliche Abzugsmöglichkeit der Beiträge. Die eingezahlten Beiträge können dabei als sogenannte Sonderausgaben über die Einkommensteuererklärung abgezogen werden. Eine staatliche Zulage wie bei der Riester-Rente gibt es nicht. Generell ist jeder förderungsberechtigt, der einkommensteuerpflichtig ist und seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland hat. Für 2014 werden vom Fiskus 78 Prozent der Beiträge für Basisrenten als Sonderausgaben anerkannt. Bisher war das Beitragsvolumen gedeckelt und lag bei 20.000 Euro pro Jahr, für Verheiratete bei 40.000 Euro. Ab dem kommenden Jahr gelten dann die neuen Fördergrenzen.

(19. Dezember 2014) Mehr als die Hälfte (59 Prozent) internationaler Versicherungsentscheider rechnet in den kommenden drei Jahren mit starken Zukäufen der Branche und Übernahmen einer Reihe von digitalen Versicherungs-Start-ups, um sich in puncto Digitalisierung besser aufzustellen. So lautet das Ergebnis einer Studie des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture, für die 141 führende Versicherer aus 21 Ländern befragt wurden.

Auf der Einkaufsliste stehen Unternehmen aus den Bereichen Telematik (47 Prozent), Big Data und Analytics (38 Prozent) sowie (Preis-)Vergleichsportale (43 Prozent). 43 Prozent der Befragten haben zudem bereits Start-ups übernommen oder planen dies in naher Zukunft, um die Chancen der Digitalisierung besser wahrnehmen zu können.

Drei Viertel (75 Prozent) der befragten Versicherer gehen fest davon aus, dass die Digitalisierung ihre Branche in den nächsten fünf Jahren maßgeblich verändern wird und errechnen sich davon enorme Chancen. So erwarten Sach- und Unfallversicherer (P&C) einen Anstieg der Prämieneinnahmen von fünf Prozent binnen drei Jahren, Lebensversicherer sogar eine Entwicklung von sieben Prozent.

http://www.presseportal.de/pm/39565/2909597/accenture-studie-versicherer-setzen-fuer-digitale-innovationen-auf-zukaeufe/rss

(19. Dezember 2014) Die Pleite des Schweizer Lebensversicherers Zenith schürt auch Ängste um deutsche Versicherer. Sind die Sorgen berechtigt?
Tausende Schweizer Altersvorsorgesparer haben jetzt traurige Gewissheit: Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hat – wie es im Nachbarland heißt – „Konkurs“ über den dortigen Lebensversicherer Zenith Vie SA eröffnet.

Heißt konkret: Der Versicherer ist überschuldet und erfüllt die von der Aufsicht geforderten Kapitalvorschriften nicht mehr. Es geht um 13.000 Policen und 450 Millionen Schweizer Franken, die Kunden dort bislang angespart haben.

Die Pleite von Zenith schürt nun Ängste. Denn der Schweizer Versicherer hat teilweise ein ähnliches Geschäftsmodell wie deutsche. Zenith hat einem Teil seiner Kunden Zinsen vertraglich garantiert, aktuell liegt der Garantiezins für neue Verträge in der Schweiz bei 1,25 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es noch bis Ende des Jahres 1,75 Prozent, ab 2015 1,25 Prozent.

http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/probleme-durch-niedrigzinsen-lebensversicherer-muessen-erhebliche-anstrengungen-unternehmen/11133538.html

(19. Dezember 2014) Frauen sind bei der Planung des eigenen Ruhestands noch immer zu wenig aktiv. Dies ist das zentrale Ergebnis der diesjährigen Aegon Ruhestandsstudie. Nur 18% der Frauen hierzulande gehen davon aus, das für den Ruhestand erforderliche Einkommen vollständig zu erreichen. Vor dem Hintergrund, dass sie überwiegend noch die familiäre Verantwortung tragen und dadurch oft ihre Erwerbskraft gemindert ist, muss sich die Ruhestandsvorsorge für Frauen deutlich verbessern.

Im Durchschnitt sind Frauen in Deutschland davon überzeugt, dass sie bis zu 76% ihres aktuellen Einkommens im Ruhestand benötigen, um in dieser Zeit über genügend finanziellen Spielraum zu verfügen. Allerdings glauben lediglich 18% von ihnen daran, dieses Niveau zu erreichen. Hingegen hat fast die Hälfte (45%) aller erwerbstätigen Frauen große Zweifel, dass ihre Einkünfte im Ruhestand für den gewünschten Lebensstil ausreichen werden.

Diese Feststellung unterstreicht auch der Aegon Retirement Readiness Index, der Defizite bei der Vorsorgeplanung von Frauen offenlegt. Das niedrige Ergebnis von 6,0 auf eine Skala bis 10 zeigt, dass Frauen in Deutschland nicht ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet sind. Um geschlechterspezifische Unterschiede beim Ruhestandseinkommen zu überbrücken und Frauen auf breiter Linie ein solideres finanzielles Fundament für das Alter zu sichern, muss das Bewusstsein, für den eigenen Ruhestand vorzusorgen, gestärkt werden.

Folgende Erkenntnisse der diesjährigen Aegon Ruhestandsstudie bestätigen dies:

• Frauen sind insgesamt im Vergleich zu Männern schlechter auf den Ruhestand vorbereitet Zwar haben sie viele positive Ziele in Bezug auf den Ruhestand, diesen stehen jedoch eher negative finanzielle Erwartungen gegenüber •Frauen sind sich ihrer Versorgungslücke im Alter zwar bewusst, leiten allerdings nicht die notwendigen Schritte ein. •Frauen wissen, dass sie ihren Ruhestand finanziell planen müssen, allerdings wird dieses Wissen viel zu selten in konkreten Planungsgesprächen verifiziert und durch Maßnahmen umgesetzt Den vollständigen Bericht zu den

Ergebnissen der Aegon Ruhestandsstudie 2014 können Sie hier herunterladen.

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