(14. Januar 2015) Gesünder essen, besser auf den Rücken achten, mehr Sport treiben: Gute Vorsätze fürs neue Jahr sind schnell gefasst - und oft auch schnell wieder vergessen. Das betrifft den Arbeitsalltag genauso wie die Freizeit. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt fünf Tipps, wie man solche Pläne leichter in die Tat umsetzt.

Vorsätze konkret fassen

„Die ersten Erfolgsfaktoren sind schon das richtige Auswählen und Formulieren der guten Vorsätze“, erklärt Sabine Gregersen, Psychologin bei der BGW. Was man sich vornimmt, sollte direkt umsetzbar und messbar sein. „Gesünder leben beispielsweise ist viel zu allgemein“, erläutert die Expertin. „Das kann alles und nichts bedeuten. Gesünder essen, besser auf den Rücken achten und mehr Sport treiben - das ist schon greifbarer. Aber noch nicht konkret genug. Umsetz- und überprüfbare Vorhaben wären beispielsweise: Jeden Tag mindestens eine Portion Obst essen, bei der Arbeit konsequent auf die Rückenhaltung achten und dreimal wöchentlich eine halbe Stunde joggen.“

Nicht zu viel vornehmen

Wichtig ist auch, dass die Pläne realistisch und zumindest auch ein bisschen attraktiv sind. „Wer Bewegung in der Freizeit bislang weitgehend gemieden hat, fängst vielleicht erst einmal mit Spaziergängen an.“ Wenn das eigentliche Ziel zu groß erscheint, hilft das Zerlegen in Etappen. „Beim Laufen beispielsweise gibt es dafür Stufentrainings, die sich von Woche zu Woche steigern. Oder man geht von mehreren Themen, die man auf dem Zettel hat, erst mal dasjenige an, bei dem die innere Hürde am niedrigsten ist“, so Gregersen. Der Erfolg dabei gibt dann Kraft für weitere Vorhaben.

Aufs Positive konzentrieren

Außerdem empfiehlt die Psychologin, sämtliche Vorsätze positiv zu formulieren. „Der Satz ,Als Nachmittagssnack esse ich ab sofort ein Stück Obst' wirkt motivierender als das selbstauferlegte Verbot 'Ich esse nachmittags keinen Schokoriegel mehr'.“ Wer die guten Vorsätze aufschreibt, kann sie sich im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder vor Augen führen. „Und man darf sich für erreichte Teilziele auch gern immer mal wieder belohnen“, fügt Gregersen hinzu. „Das fördert die Motivation zum Weitermachen.“

Rückschläge verkraften

Wer sich etwas vornimmt, muss immer auch mit Rückschlägen rechnen. „Die sind ganz normal“, beruhigt die Psychologin. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. „Ein Fehler ist noch lange kein Scheitern, sondern bedeutet einfach: Da fehlt noch etwas“, erläutert sie. „Wer seine Schwächen analysiert und Gegenstrategien entwickelt, kann die Lücken schließen.“ Wer etwa die selbst gesetzten Joggingtermine verstreichen lässt, kommt vielleicht zu dem Ergebnis, besser gleich zu Beginn des Feierabends zu laufen. Oder sich einen anderen Sport zu suchen. Andere einweihen Manchmal bietet es sich auch an, vertrauten Menschen von den eigenen Vorsätzen zu erzählen. Das erzeugt einen gewissen sozialen Druck, der beim Erreichen der Ziele ebenfalls helfen kann. „Oder man sucht sich Gleichgesinnte, die sogar mitmachen“, fügt Gregersen hinzu. „Dann kann man gemeinsam loslegen und sich gegenseitig ermutigen.“

Quelle: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

(08. Januar 2015) Die Mehrheit der Versicherer erwartet, dass die Digitalisierung schon in naher Zukunft die Branche deutlich verändern wird. Investitionen in Millionenhöhe sind geplant, Zukäufe und Übernahmen von Unternehmen, die etwa im Technologie- und Analysebereich tätig sind. Auch Kooperationen mit Firmen wie Google oder Facebook sind für viele denkbar. Gleichwohl gibt es Hürden, wie zum Beispiel alte IT-Systeme. Das besagt eine internationale Accenture-Studie.

75 Prozent von 141 international befragten Versicherern „gehen fest davon aus, dass die Digitalisierung ihre Branche in den nächsten fünf Jahren maßgeblich verändern wird, und errechnen sich davon enorme Chancen“. Das teilt die Unternehmensberatung Accenture mit.
Sach- und Unfallversicherer erwarten demnach binnen drei Jahren einen Anstieg der Prämieneinnahmen um fünf Prozent, Lebensversicherer eine Entwicklung von sieben Prozent aufgrund digitaler Initiativen.
Zu diesen Erkenntnissen gelangt Accenture im Rahmen der jüngst veröffentlichten Studie „Digital Innovation Survey 2014: Seizing the opportunities of digital transformation“.
Für die Analyse wurden zwischen Juli und September Versicherer aus 15 europäischen Ländern sowie den USA, Kanada, Japan, Brasilien, Südafrika und Peru befragt. Elf davon stammen aus Deutschland.

http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/versicherer-wollen-millionen-in-digitalisierung-investieren-121157.php?vc=twitter&vk=121157

(08. Januar 2015) Die deutschen Lebensversicherer insgesamt werden den Einstieg in die Kapitalanforderungen unter dem künftigen europäischen Aufsichtsregime Solvency II auf Basis der Übergangsmaßnahmen und der Volatilitätsanpassung bewältigen können. Das hat die „Vollerhebung Leben“ gezeigt, für die die BaFin alle 87 deutschen Lebensversicherer zur voraussichtlichen Eigenmittelsituation unter Solvency-II-Bedingungen befragt hatte.

Die Übergangsmaßnahmen und die Volatilitätsanpassung, die das Solvency-II-Regelwerk vorsieht, entfalten die gewünschte Wirkung. Wenige Unternehmen mit einem Marktanteil von zusammen weniger als 1 % konnten trotz Anwendung der vorgesehenen Maßnahmen keine ausreichenden Eigenmittel nachweisen. Die BaFin wird mit diesen Unternehmen umgehend die nötigen Schritte erörtern.

„Dauert die Niedrigzinsphase weiter an, müssen die Lebensversicherer in der 16-jährigen Übergangsphase erhebliche Anstrengungen unternehmen, um ihre Kapitalbasis zu stärken“, mahnte Felix Hufeld, Exekutivdirektor der Versicherungsaufsicht. Ohne Anwendung der Übergangsmaßnahmen lägen die Eigenmittel zum Stichtag 31. Dezember 2013 bei etwa 25 % der Unternehmen, die zusammen auf einen Marktanteil von ca. 10 % kommen, unter den Anforderungen. Diese Zahl dürfte mittlerweile aufgrund des zwischenzeitlichen Zinsrückgangs weiter angestiegen sein. Die BaFin schätzt, dass für die deutschen Lebensversicherer unter aktuellen Kapitalmarktbedingungen ohne Anwendung der Übergangsmaßnahmen eine Eigenmittellücke von etwa 15 Mrd. Euro bestünde. Diese Eigenmittellücke hängt jedoch stark vom Niveau der Kapitalmarktzinsen sowie der Entwicklung der Vertragsbestände ab und kann daher nur als Indikation zum gegenwärtigen Zeitpunkt dienen.

Die Erhebung hat ferner gezeigt, dass die Bedeckungsquoten unter Solvency II – nicht unerwartet – sehr sensitiv auf Änderungen der Kapitalmarktzinsen reagieren. Darum werden sich die Lebensversicherer darauf einstellen müssen, dass sich ihre Eigenmittelsituation innerhalb kurzer Zeit stark verändern kann. Die BaFin erwartet daher auch von Lebensversicherern, die aktuell die erforderlichen Bedeckungsquoten nur knapp erreichen, dass sie Maßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis ergreifen.

Hintergrund:

Der Schwerpunkt der deutschen Lebensversicherer liegt traditionell auf Verträgen mit langjährigen Zinsgarantien. Unter der Markt-konsistenten Bewertung von Solvency II werden die Risiken sichtbar, welche diese Garantien mit sich bringen. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld stellt die Einführung von Solvency II darum eine besondere Herausforderung für die Unternehmen dar.

Zentrale Bedeutung haben die Übergangsmaßnahmen, die das Solvency-II-Regelwerk vorsieht: Die neuen Kapitalanforderungen werden schrittweise über einen Zeitraum von 16 Jahren eingeführt. Ergänzend steht den Lebensversicherern als permanentes Instrument die so genannte Volatilitätsanpassung zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um einen Aufschlag auf die Zinskurve, um übermäßige Schwankungen in den Ergebnissen aufgrund von Marktübertreibungen zu vermeiden. Die Höhe des Zuschlages legt EIOPA fest, die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung. Die deutschen Lebensversicherer müssen sich die Anwendung dieser Maßnahmen von der BaFin genehmigen lassen.

Quelle: BaFin

(07. Januar 2015) Die dritte Ausgabe des Gothaer Online-Videomagazins „MaklerTV“ blickt auf das Jahr 2015 und rückt noch einmal das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) in den Fokus. Seit des Inkrafttretens im August 2014 gibt es noch viele Fragestellungen zu lösen. Wie geht es zum Beispiel mit der Vergütung für Lebensversicherungen weiter und was bedeutet das für den Verkauf von Altersvorsorgeprodukten?

Außerdem in der Sendung: Die (noch) große Unbekannte IMD 2 - nur ganz wenige Makler haben sich bisher mit der neuen Vermittlerrichtlinie beschäftigt. Und das, obwohl es jeden betrifft. Last but not least: Die Demografie macht auch vor unabhängigen Vermittlern nicht halt. So muss in den nächsten Jahren jeder zweite Makler darüber nachdenken, wie es mit seinem Betrieb weitergeht.

Auch in der dritten Folge von MaklerTV überzeugen Experten, die ihr Fachwissen mit den Zuschauern teilen. Professor Fred Wagner, Vorstand im Institut für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig und Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), wagt einen Ausblick auf branchenrelevante Themen für 2015 und gibt seine Einschätzung zu der Frage, wie sich das LVRG auf den Verkauf von Altersvorsorgeprodukten auswirken wird: „Der Vertrieb hat riesige Absatzpotenziale, die bei entsprechender Aufklärung auf die Bedarfe der Kunden treffen müssten.“ Außerdem erläutert er seine These „Omnikanal“ statt „Multikanal“: „Vertriebspartner müssen darüber nachdenken, wie sie im Zusammenspiel mit den neuen elektronischen Medien ihr Geschäftsmodell optimieren können“.

Weiteres Thema der neuen Sendung: Schon bald soll die neue Vermittlerrichtlinie IMD 2 verabschiedet werden. Obwohl fast jeder schon davon gehört hat, wissen die wenigsten Genaues. Fast drei Viertel der Makler verfügt bisher nicht über ausreichende Kenntnisse zum Thema. MaklerTV spricht daher mit Martin Klein, Geschäftsführer des Votum Verbandes: „Das Thema IMD 2 wird in seiner Brisanz unterschätzt. So ist zum Beispiel das Provisionsverbot wieder in den Fokus der EU-Kommission gerückt“.

Schließlich geben Heike Albrecht von der HA Nachfolgeplanung GmbH, Christian Lüth von der ibras GmbH und Ulf Barg, ein „betroffener“ Makler aus Hamburg wertvolle Hinweise, woran bei der Nachfolgeplanung zu denken ist. Tenor der Beteiligten: „Nachfolgeplanung gehört in die Hände von Profis und ist für Makler sowohl Chance, sich bei seinen Unternehmerkunden abseits von Produkten zu etablieren, als auch Teil der eigenen Altersvorsorge.“

MaklerTV ist über den Gothaer YouTube-Kanal (youtube.de/mygothaermakler) zu sehen.

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