(02.12.2014) Der Versicherungsmarkt in Mittel- und Osteuropa steht vor großen Herausforderungen. Denn neue Kundengruppen wie die online-affinen Generationen Y (bis 35 Jahren) und Z (unter 20 Jahre), die zunehmende Digitalisierung und neue Wettbewerber auf dem Markt erfordern ein Umdenken der Branche. Innovative Produktangebote und Vertriebskanäle sind hier zunehmend gefragt, um die Chancen dieses wichtigen Versicherungsmarktes nicht zu verpassen.

Die Experten von Roland Berger Strategy Consultants zeigen in ihrer neuen Versicherungsstudie "Next Generation Insurance in Central Europe" die relevanten Branchentrends auf und erläutern Wachstumsmöglichkeiten für Versicherer in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Untersucht wurde die Marktsituation für Versicherungsunternehmen in Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Kroatien. Befragt wurden dazu mehr als 1.800 Privathaushalte.

Gute Wachstumsaussichten in Mittel- und Osteuropa
Vor allem im Bereich der Basisversicherungen können Versicherer in dieser Region in Zukunft weiter wachsen. Denn viele Menschen haben hier immer noch keine klassischen Versicherungsverträge (Lebens-, Unfall-, Renten-, Kfz- oder Krankenversicherung) abgeschlossen. Auch durch die Optimierung bereits abgeschlossener Policen könnten Anbieter ihre Prämien erhöhen. Denn oft sind Kunden in den untersuchten Ländern immer noch unterversichert. Den größten Hebel für Versicherungsunternehmen stellen aber innovative Lösungen dar - zum Beispiel Versicherungsprodukte nach Bedarf, so genannte "Usage Based Insurances" (UBI). Dafür verspricht der mittel- und osteuropäische Markt ein großes Potenzial: Laut Roland Berger-Umfrage könnten sich bis zu 15 Millionen Autofahrer vorstellen, auf Versicherungsmodelle nach Bedarf umzusteigen. "Internationale Anbieter sollten diesen Markt nicht außer Acht lassen", rät Hach.

Digital Natives: die größte Zielgruppe

Doch vor allem auf die Generationen der unter 35-Jährigen sollten Versicherungskonzerne in der CEE-Region setzen. Denn diese werden bis 2025 etwa 60 Prozent der potenziellen Kunden ausmachen und vor allem Produkte und Dienstleistungen schnell und flexibel online kaufen. Dabei ist es besonders wichtig, junge Kunden schon sehr früh an sich zu binden. Denn je älter Versicherungskunden werden, desto mehr sind sie bereit, Anbieter zu wechseln. Schließen rund 90 Prozent der 18-24-Jährigen Policen über die eigenen Vertriebskanäle der Versicherer ab, so sind es in der Zielgruppe der 25-34-Jährigen nur noch 47 Prozent.

Druck auf die Margen steigt

Die immer stärkere Dominanz der Online-Vertriebskanäle zwingt Versicherer zu einer besseren Transparenz in der Tarifgestaltung sowie in der Kommunikation. Denn vor allem die junge Kundschaft informiert sich heute über Social Media-Foren und dezidierte Webseiten über mögliche Versicherungsangebote. Auch die Gestaltung der Webseiten der Versicherer sollte nutzerfreundlich sein - insbesondere wenn es um einfache Produkte wie Sach- oder Kfz-Versicherungen geht. Doch der Digitalisierungstrend stellt Versicherungskonzerne auch vor große Herausforderungen. Denn die hohe Preissensitivität jüngerer Kunden und die Möglichkeit, online schnell Tarife zu vergleichen, führen zu einem unaufhaltsamen Preiswettbewerb auf dem Versicherungsmarkt. Dienstleitungen werden so immer stärker standardisiert und kostengünstiger. Dies wirkt sich allerdings negativ auf die Margen der Anbieter aus; eine Differenzierung vom Wettbewerb ist kaum mehr möglich.

Die Studie: www.rolandberger.de/pressemitteilungen

(01.12.2014) Eine neue Studie der BSI Business Systems Integration AG in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW zeigt, welche Chancen und Mehrwerte kooperatives CRM liefern kann und wo die größten Potenziale für nachhaltige Kundenbeziehungen im Versicherungs-Business liegen.

Weitere Informationen: http://www.messe-stuttgart.de/where-it-works/aussteller/aktuelles/btext/versicherungen-im-hyperwettbewerb/spm/1/socialmedia/1/backPid/25836/limit/15/an/showBusinesstextDetail/cl/Businesstext/#tab-2

(01.12.2014) Computer Bild verglich kürzlich Kundenportale in der Versicherungsbranche. Zu den getesteten Unternehmen gehören Allianz, Axa, Ergo, Gothaer, HDI, HUK24, LVM und Signal Iduna. Die Portale von Allianz, LVM und Ergo belegen im Test die ersten Plätze. Die Fachzeitschrift hatte dazu kürzlich die einzelnen Portale von insgesamt acht Versicherungen genauer unter die Lupe genommen. Dabei gab es deutliche Unterschiede. Während bei einigen Unternehmen selbst die Verwaltung von Policen anderer Familienmitglieder möglich ist, kann man bei anderen Versicherern weder Bank-, noch Kontaktdaten ändern.

Versicherungen sind heute genauso selbstverständlich im Internet vertreten wie andere Unternehmen. Doch wie sieht es mit der Qualität der Portale, den Funktionen und dem Service aus? Im besten Fall sollen Online-Kundenportale die papierlose Kommunikation und die Verwaltung der eignen Kundendaten ermöglichen.

Der Gewinner: Meine Allianz. Das Portal macht den kompletten Aktenordner überflüssig. Das Navigieren geht leicht und flüssig. Einziges Manko ist, dass im Postfach nicht der gesamte Mailverkehr seit Abschluss der Police enthalten ist. Testnote 1,87 (gut).

http://www.versicherungsbote.de/id/4808527/Allianz-LVM-Ergo-Axa-Kundenportal-Vergleich/

(02.12.14) Alle Jahre wieder kommt im Herbst Bewegung in den Kfz-Versicherungsmarkt. Dann nämlich ändern viele Versicherer ihre Policen, so auch 2015: Durch Sturmschäden, Unfallquoten, Wildschäden und Vandalismus steigt für viele Kfz-Halter die Police. Betroffene können umgehend wechseln - deshalb ist Hochsaison für Neuabschlüsse. Immerhin steht auf Platz zwei der Gründe für den Abschluss einer Kfz-Versicherung nach dem Autokauf (49 Prozent) die Änderung der Versicherungskonditionen (13 Prozent). Dies dokumentiert das "Consumer Barometer" (www.consumerbarometer.com), eine weltweite Studie von TNS Infratest im Auftrag von Google.

Für die Kategorie Autoversicherung in der interdisziplinären Studie wurden deutsche Internetnutzer, die eine Autoversicherung abgeschlossen haben, befragt. Laut Studie informiert sich die Hälfte dieser Befragten bereits Tage und Wochen vor dem Abschluss einer Kfz-Police über Konditionen und Angebote. Es gibt aber auch viele Kurzentschlossene: Jeder Zehnte befragte Onliner in Deutschland befasst sich mit dem Thema Autoversicherung erst wenige Momente vor Versicherungsabschluss.

Das Internet spielt nicht nur für die Recherche (73 Prozent), sondern auch für den tatsächlichen Abschluss (40 Prozent) eine sehr wichtige Rolle. Eine Internetrecherche hilft den potenziellen Käufern vor allem dabei, Preise und Konditionen zu vergleichen sowie sich mit Hilfe von Verbraucherbewertungen ein Urteil zu bilden.

Fast die Hälfte (47 Prozent) derjenigen, die eine Police abschließen wollen, verlässt sich auf früher gemachte Erfahrungen mit Auto-Versicherern und jeder Fünfte (21 Prozent) stößt bei der Vor-Recherche im Web auf das später gekaufte Versicherungs-Produkt. Dabei beziehen 30 Prozent nur eine einzige Marke in die Kaufentscheidung ein, bei der Mehrheit sind mindestens zwei Marken in der Überlegung. 16 Prozent sind komplett offen für die Markenansprache.

41 Prozent der Befragten nutzten im Verlauf des Kaufzyklus Preisvergleichsseiten, knapp jeder Vierte besuchte eine Versicherer-Website. Brandpages in Social Media spielen derzeit mit einem Prozent kaum eine Rolle im Informations- und Kaufprozess für Autoversicherungen.

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