(31. Dezember 2015) Mehr Bewegung: Das nehmen sich gerade zum Jahreswechsel viele Menschen vor. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat dazu sechs Tipps zusammengestellt. „Bewegung in den Alltag zu bringen, ist leichter als man vielleicht denkt“, ermutigt Diplom-Medizinpädagogin Ilka Graupner von der BGW. „Man muss gar nicht riesige Zeitfenster dafür freihalten“, so die Expertin. „Vieles geht ganz einfach zwischendurch.“

Tipp 1: Kleine Lockerungsübungen am Morgen

Wer morgens mit kleinen Lockerungsübungen startet, bringt den Körper in Schwung und stimmt sich auch mental auf einen bewegten Tag ein. Zum Beispiel mit folgenden kleinen Übungen - die man im Laufe des Tages immer mal wiederholen kann:

- Den Kopf langsam nach rechts drehen und vorsichtig so weit wie
möglich über die Schulter schauen, dann zurück zur Mitte und
anschließend nach links und dann wieder zur Mitte. Wichtig: Den
Kopf dabei gerade halten.
- Die Arme bei aufrechtem Oberkörper abwechselnd nach oben
strecken und mit den Händen zur Decke greifen. Dabei immer
länger werden. Wichtig: Nicht mit dem Oberkörper schwanken.
- Den Oberkörper vornüber beugen und die Arme entspannt nach unten
hängen lassen. So lange in dieser Haltung bleiben, wie es
angenehm ist.

Tipp 2: Den Weg zur Arbeit nutzen

Als nächstes bietet sich vielleicht der Weg zur Arbeit für mehr Bewegung an. „Viele Strecken lassen sich gut mit dem Fahrrad zurücklegen“, so Graupner. „Im Zweifel einfach mal bei gutem Wetter ausprobieren.“ Und wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, steigt einfach ein oder zwei Stationen früher aus und geht den Rest zu Fuß.

Tipp 3: Dem Körper im Berufsalltag Abwechslung bieten

Viele Berufe sind mit langem Sitzen oder langem Stehen verbunden. Beides tut dem Körper nicht gut. In Büroberufen empfiehlt sich:

- Immer mal wieder die Sitzposition verändern und zwischendurch
aufstehen, zum Beispiel beim Telefonieren. Ideal sind
höhenverstellbare Schreibtische, an denen man zwischendurch im
Stehen arbeiten kann.
- In Bewegung kommt man zudem, wenn der Drucker etwas entfernt vom
Arbeitsplatz steht - und wenn man hausintern nicht alles per
Telefon oder E-Mail klärt, sondern auch mal den Weg über den
Gang und das persönliche Gespräch sucht.

In Stehberufen ist Bewegung ebenfalls wichtig:

- Möglichst zwischendurch Tätigkeiten im Gehen oder Sitzen
einschieben, zum Beispiel Erledigungsgänge oder
Schreibtischarbeit.
- Immer wieder die Haltung ändern. Zum Beispiel mal mit den Füßen
wippen, mal einen Fuß auf eine Stufe oder Fußbank stellen - oder
mal den kompletten Rücken fest an eine Wand pressen, um aus dem
Hohlkreuz zu kommen.
- Abwechslung bieten zudem Stehhilfen, auf denen man halb sitzend,
halb stehend arbeitet.

Tipp 4: Die Mittagspause aktiv gestalten

Ferner kann man Bewegung oft prima in die Mittagspause einbauen. Eine Joggingrunde mit anschließender Dusche wird da sicher die Ausnahme bleiben, aber ein Spaziergang an der frischen Luft dürfte bei den meisten möglich sein.

Tipp 5: Fitnesstraining im Haushalt

Auch zu Haus lässt sich nebenbei etwas für die Fitness tun: Zum Beispiel kann man beim Ausräumen der Spülmaschine die Beinmuskeln kräftigen oder beim Fensterputzen die Schultergelenke zu allen Seiten bewegen. „Grundsätzlich tut jede Bewegung dem Körper gut“, erklärt Ilka Graupner. „Wichtig ist vor allem, dass man sie bewusst ausführt. Das heißt: Immer in sich hineinhören und die Muskeln gezielt anspannen oder lockerlassen. Dann wird selbst die Hausarbeit zum Bewegungsprogramm.“

Tipp 6: Zum Sport verabreden

Wer Sport treiben möchte, aber unter einem ausgeprägten „inneren Schweinehund“ leidet, verabredet sich am besten mit anderen zum Training. Das sorgt nicht nur für einen gewissen sozialen Druck, sondern fördert auch noch die sozialen Kontakte.

(30. Dezember 2015) Johannes Schulte, Coach und Personalentwickler, verrät die fünf wichtigsten ersten Schritte, um das Jahr 2016 stark und entspannt zu erleben statt auszubrennen.Der Terminkalender wird immer voller, der Mensch immer gestresster und die Energie immer weniger. Viele Menschen fühlen sich gestresst und erschöpft. Aber das muss nicht sein. Diese ersten fünf Schritte helfen Ihnen, dass Sie das Jahr 2016 wesentlich entspannter und stärker erleben. Die fünf Schritte zu einem starken Jahr.

1. Schätzen Sie sich auf einer Skala von 1-10 ein.
Bei 10 können Sie Bäume ausreißen und sind topfit. Unter 4 wird es brenzlig. Wie schätzen Sie sich ein? Wo befinden Sie sich? Denn nur, wenn wir uns wirklich bewusst werden, wie es uns geht und wo wir uns befinden, werden wir die Richtung ändern können.

2. Fragen Sie sich: Wie wird es mir gehen, wenn ich genau so weitermache wie bisher?
Wir alle befinden uns in einem Prozess. Die Frage ist, ob wir immer ausgebrannter und erschöpfter werden oder bereits auf dem Weg hin zu mehr Stärke und Gelassenheit sind. In welcher Richtung sind Sie unterwegs? Klar ist, dass Sie Schmerzen und einen Burnout auf jeden Fall vermeiden wollen. Stattdessen möchten Sie Ihre Leistungsfähigkeit und Ihre Lebensqualität verbessern, richtig? Sind Sie bereits in der richtigen Richtung unterwegs?

3. Träumen Sie davon, wie es sein könnte.
Wenn wir unsere gewünschte Zukunft so intensiv und klar wie möglich vor Augen haben, gibt uns das viel Motivation und Stärke. Malen Sie sich deshalb klar und deutlich vor Augen, was sein könnte, wenn Sie bald schon viel stärker, gelassener und mit mehr Energie durchs Leben gehen.

4. Treffen Sie eine bewusste Entscheidung und stecken Sie Ihr Ziel fest.
 "Der Tag, an dem du eine Entscheidung triffst, ist ein Glückstag", so ein japanisches Sprichwort. Und in der Tat zeichnet alle erfolgreichen Menschen aus, dass sie wichtige Entscheidungen schnell und entschlossen treffen. Deshalb entscheiden Sie sich ebenfalls ganz bewusst gegen den Stress und für mehr Entspannung und innere Leuchtkraft.

5. Tun Sie HEUTE bereits etwas, das Sie dem Ziel näherbringt.
Die Geschwindigkeit der Umsetzung einer Entscheidung hat enorme Auswirkungen auf ihren Erfolg. Wirkliche Veränderungen erleben Sie dann, wenn Sie direkt nach der Entscheidung den ersten Schritt tun, Dinge angehen und dann Schritt für Schritt weitergehen. Tun Sie deshalb am besten JETZT etwas, das Sie dem Ziel näher bringt und Sie in Ihrer Entscheidung stärkt. Bestellen Sie ein Buch, sprechen Sie mit Ihrem Partner, machen Sie für die nächsten zwei Wochen einen Termin mit sich selbst, um weiter in Ruhe darüber nachzudenken. Tun Sie etwas, sonst tut sich nichts.

Eine Hilfe für die nächsten Schritte bietet Ihnen das kostenlose Ebook , das Johannes Schulte auf seiner Webseite anbietet. In diesem Ebook erzählt er seine eigene Geschichte, wie er 2006 selbst ein Burnout erlebte und wie er heute wesentlich entspannter und stressfreier lebt. Auf 30 PDF-Seiten gibt der heutige Coach und Personalentwickler konkrete Tipps weiter, wie Sie sich selbst stärker und entspannter coachen statt ausbrennen.
 
http://www.starkwerden.eu

(06. November 2015) Die Zahl der Burnout-Fälle nimmt weiter zu. Schweizer haben jetzt einen Test erprobt, mit dem die Diagnose zuverlässiger werden soll. Stress, Druck, Verantwortung – viele Menschen sind dem alltäglichen und insbesondere beruflichen Leben kaum mehr gewachsen. Die Folge: ein Burnout. Die Zahl der Betroffenen steigt stetig an, die Diagnose ist heikel. Oft werden die Symptome mit jenen einer Depression verwechselt. Eine falsche Behandlung der jeweiligen Krankheit kann fatale Auswirkungen haben. Ein Burnout rechtzeitig zu erkennen, ist zudem nicht ganz einfach. «Die Folgen für die Gesundheit sind erst später sichtbar», erklärt Patrik Hunziker, Direktor des Instituts für Arbeitsmedizin (Ifa) der Romandie, «24Heures». «Eine Person kann jahrelang unter einer extremen Spannung leben, ohne dies zu realisieren. Irgendwann erhält sie plötzlich die Quittung dafür.»

Eine Diagnose war für Ärzte bisher besonders schwierig. Sie mussten sich auf die Aussagen stützen, die die Patienten machten – oft nicht ganz wahrheitsgetreu und marginalisierend. Deshalb haben sich die Forscher des Ifa jetzt eine neue Technik unter die Lupe genommen, die in Österreich entwickelt worden ist. Dabei wird der Rhythmus der Herzfrequenz gemessen. Während 24 Stunden werden die Patienten so überwacht. Danach können die Entwickler bestimmen, ob Stress bereits ein Problem ist.

Vitale Verfassung messen

Die Methode wurde jetzt in der Schweiz getestet. Insgesamt 800 Angestellte von vier Unternehmen haben einen Tag lang ein EKG-Gerät getragen und sind ihren üblichen Aktivitäten nachgegangen. In dieser Zeit zeichnete der Herzfrequenzmesser den Herzrhythmus, Abweichungen und Atmung auf. Anhand dieser Daten können die Spezialisten erkennen, wie es um das Gleichgewicht des Sympathikus und des Parasympathikus steht. Ersterer ist jene Komponente des vegetativen Nervensystems, der für die Energie, Stimulation und Wachsamkeit verantwortlich ist. Der Gegenpol dazu ist der Parasympathikus, der die Ruhephasen, die Regeneration und den Schlaf regelt.

Sind die beiden Komponenten im Ungleichgewicht, kann es zur Ermüdung kommen. «Diese Informationen zeigen, in welcher vitalen Verfassung man ist», sagt Hunziker. Zwar würden die Daten nur während 24 Stunden erhoben, sie sind allerdings ein Ergebnis eines langen Prozesses. «Die Tatsache, dass man vergangene Nacht gut oder schlecht geschlafen hat, spielt beim Test keine Rolle.»

Unterscheidung zwischen Burnout und Depression möglich

Der Versuch mit den Angestellten hat Interessantes gezeigt: Während einige angaben, noch Durchhaltevermögen zu besitzen, zeigten die Ergebnisse, dass ihr Körper bereits deutlich ermüdet war.

Fallen die Werte weniger gut aus, können verschiedene Massnahmen ergriffen werden. Die Patienten erhalten beispielsweise Tipps, wie sie sich erholen können. Im schlimmsten Fall müssen die Experten die Betroffenen von ihrer Arbeit freistellen. Im Gegensatz zu heute habe der Test nämlich einen wesentlichen Vorteil: «Er erlaubt, zwischen Burnout und Depression zu unterscheiden. Im ersten Fall zeigen unsere Daten, dass der Patient seine vitale Energie buchstäblich ausgeschöpft hat.» Das ist wichtig: Während bei einem Burnout die Arbeit schadet, kann sie bei Depressionen für Struktur und Sicherheit sorgen.

Hunziker hofft nun, dass auch andere Unternehmen ihren Angestellten diese Therapie ermöglichen. Sie kostet rund 500 Franken und wird von einige Krankenkassen übernommen. Um eine körperliche Verbesserung im Auge behalten zu können, wird der Test mehrere Male wiederholt.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Neuer-Test-macht-Burnout-frueher-erkennbar-19609099

(09. Oktober 2015)  Ein Arbeitsunfall ist für die Kollegen immer ein Schock. Glücklicherweise sind tödliche Arbeitsunfälle vergleichsweise selten: 2014 kam es nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zu 473 solcher Ereignisse. Prinzipiell kann jeder am Arbeitsplatz mit einer belastenden Situation konfrontiert werden. Erhöht ist das Risiko bei Arbeitnehmern, die mit Geld umgehen.

Auch Pflegepersonal in Krankenhäusern und Altenheimen oder Mitarbeiter in Ämtern und Behörden kennen Übergriffe von Patienten oder Kunden.Kristina Soldo, Psychologin bei TÜV Rheinland: „Verschiedene Erlebnisse können ein Trauma auslösen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie eine schwer zu verarbeitende Erfahrung darstellen, die mit intensiver Furcht, Hilflosigkeit und Entsetzen einhergeht. Betroffene berichten, das Schlimmste sei das Gefühl, die Kontrolle über sich und die Situation zu verlieren.“

Reaktionen auf eine belastende Situation wie heftiges Weinen, innere Unruhe, Schreckhaftigkeit oder auch das wiederholte Durchleben des Ereignisses sind in der ersten Zeit normal. „Diese akute Belastungsreaktion sollte allerdings nach fünf bis zehn Tagen abklingen“, so Soldo.

Direkt nach einem traumatischen Erlebnis ist es wichtig, dem Betroffenen Sicherheit zu geben. Das bedeutet, ihn beispielsweise vom Ort des Geschehens weg in einen Nebenraum zu bringen und dort auf seine Bedürfnisse einzugehen. Zwar entlastet auch ein Gespräch. Doch ob, wann und mit wem über das Erlebte gesprochen wird, entscheidet allein der Betroffene. Professionelle Gesprächspartner finden Arbeitnehmer in der externen Mitarbeiterberatung, die einige Unternehmen in Zusammenarbeit mit TÜV Rheinland ihren Beschäftigten anbieten. Stellen die Experten bei den Gesprächen fest, dass beispielsweise eine ambulante Psychotherapie sinnvoll ist, helfen sie bei der Organisation der Maßnahme.

Angriffe durch Kunden, Überfälle und Unfälle sind unvorhersehbare Ereignisse. Aber auch hier ist Prävention möglich: In Krisenpräventionsseminaren bereiten Experten von TÜV Rheinland Führungskräfte und Mitarbeiter auf mögliche Extremsituationen vor.

Weitere Informationen unter www.tuv.com/amd

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