(08. März 2018) In einem Projektteam hängen sich zwei voll rein, fünf ziehen irgendwie mit, und drei bleiben weit unter ihren Möglichkeiten, sind aber genau jene, die im Teammeeting den Spitzenleistern Steine in den Weg legen, das große Wort führen, alles besser wissen und am Ende die Erfolge für sich reklamieren.

Kennen Sie das? Wer kennt das nicht, denn das »Bloß nicht überarbeiten!«-Phänomen zieht sich durch alle Altersschichten und Hierarchieebenen, Branchen, Berufsgruppen, Unternehmen, Verbände, Vereine und Familien. Eine Pseudo-Elite, intelligent und gut ausgebildet, vermeintliche Säule der Zukunftsgesellschaft, ist selbstzufrieden, anspruchsvoll und überschätzt sich maßlos selbst. Die wahre Leistungselite wird immer kleiner, beobachtet Evi Hartmann. Stattdessen breitet sich epidemieartig eine Kultur der Leistungsverweigerung aus, gut getarnt als Work-Life-Balance.

Wie kann es sein, dass sich in Zeiten riesiger wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen immer mehr Menschen zurücklehnen, statt anzupacken? Und wie kommt man den Leistungsvermeidern bei, wenn man ihre Arbeit nicht weiterhin miterledigen will und von ihrer großmäuligen Selbstdarstellung genervt ist? Antworten auf diese Fragen gibt Evi Hartmann in ihrem neuen Buch »Ihr kriegt den Arsch nicht hoch. Über eine Elite ohne Ambition«, das am 8. März 2018 erscheint. Hartmanns Buch ist ein Aufruf für ein neues Leistungsethos und ein verschärftes Leben – bei weitem nicht nur für die Generation Y!

Evi Hartmann ist Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Supply Chain Management, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie forscht und lehrt intensiv an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, ist Mitglied im Netzwerk GenerationCEO für Frauen in Führungspositionen, Mutter von vier Kindern und lebt in Frankfurt am Main.

Evi Hartmann
Ihr kriegt den Arsch nicht hoch
Über eine Elite ohne Ambition
222 Seiten, Klappenbroschur, EUR 17,95/EUA 18,50/sFr 22,90
ISBN 978-3-593-50907-5
Erscheinungstermin: 8. März 2018